Paketkarten: Grundlagen

Paketkarten sind postalische Formulare, die vom Absender für den Versand von Paketen auszufüllen waren. Es gab standardisierte Vordrucke von der Post, man konnte jedoch auch seine eigenen Paketkarten drucken, wenn man sich an die Vorgaben hielt. Die Regularien für Bayern und Württemberg vor Aufhebung des jeweiligen Postregals waren identisch mit denen des Deutschen Reiches.

Mit einer Paketkarte konnten gleichzeitig bis zu drei Pakete an den selben Empfänger verschickt werden. Für jedes Paket wurde ein numerierter Aufgabezettel auf die Karte geklebt.

grund01Das vom Postbeamten errechnete Porto wude in aller Regel links unten handschriftlich in rot vermerkt. Die Berechnung konnte bei kombinierten Zusatzleistungen, hohen Gewichten und entfernten Destinationen durchaus kompliziert sein.

grund02Rechts unten wurde der sogenannte Leitweg vermerkt, meist mit vom Postamt vorgefertigten Klebezetteln. In der Regel handelte es sich hierbei entweder um Grenzpostämter oder große Postämter im Inland, in denen Paketsendungen für eine bestimmte Detination gebündelt wurden. Je nach Leitweg konnte auch das Porto variieren, was sich vor allem bei weiter entfernten Destinationen auswirkt.

grund03Frankiert wurde die Paketkarte in der Regel am Schalter, von Firmenkunden mit großem Postaufkommen wurden aber auch vorfrankierte Karten akzeptiert. Üblicherweise wurden die Marken rechts oben verklebt, bei Platzmangel auch rückseitig.

grund04Im Empfängerland wurden die Pakete dem Zoll übergeben, der Vermerke über die zu entrichtenden Gebühren auf der Paketkarte anbrachte.

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